Als Fahrer eines Motorrades kommt man immer wieder in Situationen, wo man das Motorrad für längere Zeit abstellen muss, weil die Witterungsbedingungen ein Fahren unmöglich machen. Zwar gibt es wirklich Hartgesottene unter den Bikern, die selbst im Winter kein Risiko scheuen, aber auch sie müssen schauen, das Motorrad vor Schnee, Regen und Wind zu schützen.
Die einfachste Lösung wäre natürlich das Anmieten einer Garage, allerdings sind damit gerade in größeren Städten enorme Kosten verbunden. Wesentlich preiswerter hingegen ist der Schutz mittels einer Abdeckplane. In den Sommermonaten reichen ganz einfache Abdeckplanen aus Stoff, die luftdurchlässig, staubdicht und lackschonend sind. Im Winter hingegen benötigt das Motorrad wesentlich mehr Schutz, da Nässe und starke Temperaturschwankungen die Betriebsfähigkeit erheblich einschränken können. [...mehr]
Ein Blick auf die neue Moto Guzzi Stelvio genügt, um zu erkennen, dass sie gebaut wurde, um der BMW 1200 GS ordentliche Probleme zu bereiten – die Ähnlichkeit ist einfach unverkennbar. Insbesondere das Höhen verstellbare Windschild, ein typisches Charakteristikum der BMW, trägt erheblich zum Wiedererkennungswert der Maschine bei.
Auch in Sachen Kraft hat die Stelvio im Bezug auf ihr Vorgängermodell erheblich zugelegt, so verfügt sie nun beim 7.000 U/min über satte 105 PS, immerhin 20 PS mehr. Dies macht sich auch gleich beim Start bemerkbar, wo das Drücken des Startknopfes das Kraftpaket sofort in Schwingung versetzt. Das Sechs-Gang-Getriebe ist dank seiner einfachen Handhabung eine wirkliche Bereicherung für die kraftvolle Maschine. Bei rund 6.500 Umdrehungen entfaltet sich das maximale Drehmoment von 108 Newtonmetern, wobei man gern in den roten Bereich bei 8.000 powert, weil der Sound einfach klasse ist.
Leider ist diese motorisierte Klasse bei der Optik der Moto Guzzi Stelvio nicht wirklich zu erkennen. Zu stark war die Orientierung am Vorbild von BMW, das sich als Verkaufsschlager bereits etabliert hat. Das Fahren auf der zweigeteilten Sitzbank ist in ziemlich bequem, auch wenn die Sitzposition durchaus etwas höher ausfallen könnte. Auch der Abstand zum Lenker und den Fußrasten ist optimal, so dass es aus dieser Richtung keinerlei Beschwerden gibt. Mit ein paar Spielereien in Sachen Optik hätte man die Moto Guzzi Stelvio aber noch bereichern können. [...mehr]
Wer sich schon immer nicht entscheiden konnte, ob ein Roller und ein Motorrad das Richtige für einen ist, der findet in der Honda DN-01 die perfekte Mischung. Erstmals auf der Tokio Motor Show als Studie konzipiert und vorgestellt, kommt die neue Honda nun in diesem Jahr auf den Markt.
Beim Betrachten der Honda DN-01 fällt sofort die langgezogene und flache Silhouette ins Auge, die durch die rollerähnliche tiefe Sitzbank einen ganz eigenen Charakter erhält. Aber schon die dynamische Bereifung und das gelungene Design verscheuchen sofort den Gedanken an einen Motorroller. Irgendwie fühlt man sich beim Sitzen eher an die Position auf einer Cruiser-Harley erinnert, aber auch nur anflugsweise.
Bei der Motorisierung der Honda DN-01 haben die Konstrukteure wohl kaum an einen Roller gedacht, denn mit ihren stattlichen 61 PS bei 7.500 U/min ist ausreichend Leistung vorhanden, um das Geschoss innerhalb kürzester Zeit auf 170 Km/h Spitze zu beschleunigen. Die Power hierfür liefert ein V2-Viertaktmotor mit 680 Kubikzentimetern, der keine Wünsche offen lässt. Beim Getriebe hingegen ist man zur alten Rollertradition übergegangen und hat für den DN-01 eine hydromechanische Automatik entworfen, die einerseits im ökonomischen Sportmodus oder andererseits im Sportprogramm gefahren werden kann.
Fast am gesamten Motorrad lässt sich die Mischung aus Roller und Motorrad erkennen, sowohl im Design als auch beim Antrieb und man kommt nicht umhin, diese als momentan perfekt zu bezeichnen. Einzigartiger Fahrspaß, der aber 12.000 Euro Neupreis kostet. [...mehr]
Für Fans von großen Motorradtouren gehört Schottland inzwischen zum Pflichtprogramm. Das Land im Norden der Britischen Inseln ist landschaftlich reizvoll, bietet ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz und allerhand kultureller Highlights.
Der einfachste Weg um mit dem Motorrad nach Schottland zu kommen ist mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle. Von hier aus kann man sich wunderbar entlang der Küste auf den Weg nach Edinburgh machen. Diese Strecke soll auch Teil 1 unserer Route durch dieses mit Mythen behaftet Land.
Route 1 Newcastle – Edinburgh
Schon allein die Stadt im Norden Englands ist immer ein Stopp wert. Als ehemals wichtiger Industriestandort war die Stadt lange Zeit das Tor nach Skandinavien und Schottland. Immer wieder in seiner Geschichte musste Newcastle sich den Angriffen seitens der Schotten und Wikinger erwehren, erst als gelang, die aufständischen Rebellen im Norden in Großbritannien zu integrieren, begann das wirtschaftliche Wachstum. Äußerst sehenswert sind Saint Nicholas Kathedrale, die Gateshead Millennium Bridge sowie Laing Art Gallery.
Kaum aus der Stadt beginnt das weite Land und schon nach kurzer Zeit überquert man die Grenze nach Schottland. Vor einem liegen hunderte Kilometer durch eine reizvolle Hügellandschaft, die im Sommer dauerhaft im grünen Gewand erscheint. Eine wunderschöne Station auf dem Weg nach Edinburgh sind die Ruinen des einstigen Kloster Lindisfarne, in deren Schatten man wunderbar rasten kann und wo sich in unmittelbarer Nähe wunderbare Plätze zum Übernachten eignen, wenn man nicht an einem Tag durchfahren möchte.
Gelegentliche Abstecher entlang kleiner Straßen direkt an der Küste können diese Route anreichern. Der kühle Wind sorgt für die entsprechende Erfrischung und der Salzgeschmack auf Zunge verführt einem am Abend zu einem leckeren Bier.
Wenn das Wetter nicht typisch schottisch wird, ist dieser Abschnitt der Schottland-Rundreise mit Sicherheit einer der schönsten.
Da haben die Japaner von Honda aber ordentliche Arbeit geleistet. Mit der CB 1000 R ist ihnen ein wahres Schmuckstück mit ansprechender Optik und ordentlichen technischen Daten gelungen, die auf einzigartige Weise miteinander verbunden wurden.
Die CB 1000 R versteckt ihre Reize nicht hinter einer aufwendigen Verschalung, stattdessen gibt das Naked-Bike alles preis, was sie hat. Die Konkurrenten Yamaha FZ1 oder die Kawasaki Z 1000 können angesichts der neuen Honda eigentlich schon einpacken, denn die 124Ps werden auf eindrucksvolle Weise auf die Straße gebracht. Der kompakte Reihenvierzylinder optimal in das Bike eingearbeitet, die erhöhte Sitzposition und die schmalen Sitzpolster wurden so miteinander kombiniert, dass dies beim Fahrer den Eindruck einer sprungbereiten Raubkatze bewirkt.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h scheint selbst hier der Honda keine Grenzen gesetzt, auch wenn man wohl kaum diese austesten will. Dafür müssen aber Fans des Bikes knapp 11.000 Euro für diesen Fahrspaß berappen, kein billiges Vergnügen, das aber jeden Cent wert ist. Selbst in Sachen Komfort muss der Fahrer keine Abstriche machen, denn mit der altbewährten Honda-Technik der Upside-Down-Gabelung wird fast jede Unebenheit der Straßen spielerisch ausgeglichen. Als einziger Kritikpunkt wird von Experten das voll-digitalisierte Cockpit bemängelt, das nicht so recht zur Honda CB 1000 R passen möchte. [...mehr]