Beiträge vom: Februar, 2009

Autor: Valentino

Mit vier Enduros und drei Motorradneulingen begab sich Rainer Riddering auf einen 10.000 Kilometer langen Trip durch Südamerika. Dieser Tage erschien beim Reiseliteratur-Verlag „traveldiary.de“ der Reisebricht des 54-jährigen Boxer-GS-Fahrers.

Reiseberichte leben von ihrer persönlichen Sicht auf die Dinge. Niemand interessiert sich für jene 08/15-Artikel in einschlägigen Reiseprospekten, die nicht den Hauch einer Ahnung hinterlassen, was das Land und die Leute wirklich ausmacht.

BMW Chile © flickr / e. carr

Erst wenn man den Staub der Straßen einatmet, auf einsamen Klippen steht und Menschen begegnet, die Abseits jeder Touristenhochburg leben, hat man die Chance, wirklich das Wesen der Welt hinter den Hochglanzprospekten zu erahnen.

Diese Sicht der Dinge ist es, welche Menschen auf Motorradtouren durch Wüsten, karge Steppen und einsame Gebirgszüge treibt. Meist sind diejenigen, die dann heimkehren so überwältigt von der Erfahrung, dass sie auch andere an ihrem Abenteuer teilhaben lassen wollen.

Rainer Riddering, mit 54 Jahren beileibe kein junger Wilder mehr, hatte sich vom Fernweh mitreißen lassen und ging auf einem Trip, von dem er lange schon geträumt hatte. Keine Ausreden mehr, aufsteigen und los. Wer zögert, verpasst sein Leben…    [...mehr]


Autor: Valentino

Eric Buells neuester Streich: Ein Café-Racer mit  Sportbike-Technik aber dennoch in bester “Ace-Café”-Tradition: Keine überflüssige Verkleidung, kein Sozius und erst recht kein Understatement. Wer sich mit dem Streetfighter auf die Straße traut, kann sich uneingeschränkter Aufmerksamkeit sicher sein.

Den ersten Eindruck dominieren ganz klar die beiden riesigen Lufteinlässe zu Seiten des “Tanks”. Wie gewaltige Nüstern saugen sie gierig Luft an. Wer so viel Lungenvolumen braucht, muss über unbändige Kraft verfügen.

Buell 1125 CR © flickr / raindog

Die Airboxen versorgen den flüssigkeitsgekühlten Buell Helicom V-Motor mit 1125 cm³ und 148 PS und lassen keinen Raum für einen Tank. Der Sprit wird im Rahmen gelagert, normal ist anders.

Die CR erweitert damit die aktuelle Buell-Familie auf nun insgesamt sieben Modelle. Buell ist eine der wenigen Marken, die noch ein persönliches Gesicht haben, hier geht nichts ohne den Segen des Firmengründer Eric Buell.

“Die 1125CR versinnbildlicht meine Vision eines modernen Café Racers”, schwärmt der Firmengründer von seinem neuen Supersportler.

Technisch hat das zweite Bike der 1125er-Reihe einen guten Stand, für amerikanische Verhältnisse versteht sich. Der V-Twin entwickelt eine ordentliche Leistung und das maximale Drehmoment von 111 Nm bei 8.000 Umdrehungen die Minute kann sich sehen lassen. Die 148 PS beschleunigen die 214 kg schwere Maschine auf maximal 255 km/h.

Ab 2.500 Umdrehungen läuft der Zweizylinder ohne Geruckel und auch zwischen 3.000 und 4.000 Umdrehungen ist es kaum zu spüren. Bei der “normalen” Buell 1125 R hatte das Magerrucken noch zu einiger Kritik geführt, dies konnten die Ingenieure von Buell dank Motor-Mapping nun fast vollständig wegprogrammieren. Eine Verbrauchsminderung von annähernd 20 Prozent ist hier mehr als nur ein netter Nebeneffekt.

Die massive Achtkolben-Vorderradbremse überzeugt und macht auch das etwas hölzerne Feeling der Bremse Achtern beinahe wett. Trotz aller Verbesserung bleibt eine Buell nichts für Anfänger. Kapriziös verhält sie sich noch immer, Tradition verpflichtet.

Ab 5.000 Touren setzt bei dem Streetfighter ein merkliches Vibrieren ein und ab 7.000 gleicht die Buell 1125 CR einem nervösem Schwarm Hornissen. Dafür ist sie aber auch dermaßen giftig, wie kaum ein anderes Naked Bike.

Ein Spassbringer ist sie in jedem Fall, wenn auch mit 11.599 Euro nicht unbedingt ein günstiger.    [...mehr]


Autor: Valentino

Sie ist schneller und stärker als alles, was BMW bis heute auf zwei Rädern über den Asphalt gejagt hat. Noch nie gab es soviel Kraft bei einem Bike des bayerischen Traditionunternehmens.

BMW nennt sie selbst den “Abfangjäger”, den “Athleten”. Aerodynamik und Avantgarde soll sie vereinen. Stark genug, um Superbikefahrer erblassen zu lassen und dennoch so alltagstauglich wie die guten alten Tourer der Bayern.

BMW K1200 S © wikipedia / Stahlkocher

So selbstbewusst präsentiert BMW sein neuestes Pferdchen im Stall, einen Tourer mit Rennstreckenambitionen. Gemessen an den Werten dieser Maschine kommt das auch in etwa so hin. 175 PS sollen drücken wie 200… . 140 Nm bei 8.250 Umdrehungen die Minute, die Zylinder aufgebohrt bis 1.293 cm³, dies sind Werte, die sich nicht hinter denen der Ducati 1198 verstecken müssen.

Erst beim Gewicht macht sich dann doch die Herkunft der BMW bemerkbar. Im Vergleich beispielsweise zur Suzuki GSX-R 1000, bei der mit 172 Kg Trockengewicht und 185 PS weniger als ein Kilo auf eine Pferdestärke kommt, muss sich die BMW mit 228 kg herumschlagen.    [...mehr]


Autor: Valentino

2009 erscheint der SW-T400. Honda meldet sich mit dem luxuriösen Hightech-Roller auf dem Markt der “kleinen” City-Flitzer zurück. Und der hubraumstarke Roller ist ein echter Eye-Catcher.

Der Sprit wird immer teurer, der Verkehr in der Stadt wird immer dichter und Parkplätze, so hat man jedenfalls das Gefühl, waren immer schon rar gesät. Was liegt da näher, als von vier auf zwei Räder zu wechseln? Meistens ist man ja sowieso alleine unterwegs. Und tatsächlich geht der Trend zum City-Flitzer auf zwei Rädern.

Honda versucht mit dem SW-T400 diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Denn, wer tatsächlich von seinem Auto auf einen Roller umsteigt, tut das sicherlich nicht mit einem Baumarktroller, sondern erwartet auch von einem Zweirad ein gewisses Maß an Komfort und Leistung.

Der neue Honda vereint beides mit einem attraktivem Aussehen.

Schön ist er wirklich und hat nichts mehr gemein mit den grauen, lauten Flitzern, die man sonst im Alltagsverkehr zu sehen bekommt. Laut Honda gleicht das Design in perfekter Symmetrie und mit ebenso vollkommenen Reflexionseigenschaften einem präzise geschliffenen Diamanten.

Klar ist dies absolute, verkaufsorientierte Schönfärberei. Aber die Silhouette hinterlässt dennoch Eindruck und ähnelt, mal abgesehen von der Sitzposition des Fahrers, doch sehr dem Schattenriss einer großen Tourenmaschine.

In Sachen Technik war Honda nicht kleinlich. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt und die großen Scheibenbremsen sowie das kombinierte ABS-System vermitteln ein angenehmes Gefühl der Sicherheit.

Der flüssigkeitsgekühlte Parallel-Twin-Motor und das V-Matic-Riemengetriebe gönnen dem SW-T400 eine Leistung von beinahe 40 PS bei einem maximalem Drehmoment von 37,8 Nm bei 6500 Umdrehungen. Damit ist der Roller aber auch annähernd so schwer wie ein ausgewachsenes Motorrad.

Ganze 250 Kilogramm mit vollem Tank gilt es zu beherrschen, doch dank der hervorragenden Fahrwerkseigenschaften, ist dies problemlos zu machen.

Erhältlich wird der SW-T400 in drei Farben sein: Sword Silver Metallic, Pearl Cosmic Black und Pearl Sunbeam White.

Kosten wird er laut der unverbindlichen von Honda 6.790 Euro. Sicher kein Schnäppchen für einen Motorroller, aber wer sich in der Oberklasse umschaut, kann auch keine Baumarktpreise erwarten.    [...mehr]


Autor: Valentino

Einst war Honda mit der Hornet innovativer Wegbereiter in der Mittelklasse. In den letzten Jahren war es etwas still geworden um das Naked-Bike. Doch 2007 meldete sich Honda mit einer Kampfansage zurück. Die neue Hornet war die leistungsstärkste und leichteste ihrer Art. Und ab diesem Jahr ist die neueste Version erhältlich.

Die neue Hornet 600 steht in bester Tradition und ist immer noch ein Eyecatcher.

Honda Hornet 600 © flickr / WorldWideMotorcycles

Diese Maschine versprüht Kraft und Agilität. Das Design ist so bestechend, dass man sich fragt: Wer war zuerst da, das Insekt, oder die Maschine? Es wäre nicht verwunderlich, wenn das giftige Biest nach dem Motorrad benannt wurde, und nicht umgekehrt.

Auch technisch kann die neue Hornet sich sehen lassen. Der Motor basiert auf dem Aggregat der CBR 600 RR aus dem Motorsport und bringt eine ganze Menge Performance mit: 600 cm³ Hubraum, 102 PS, eine Verdichtung von 12:01 und ein maximales Drehmoment von 64 Nm bei 10500 Umdrehungen die Minute. Das Aggregat ist ein flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder mit geregeltem Katalysator.

Dazu gibt es eine 41 mm Upside-down HMAS-Teleskopgabel mit einstellbarem Monoshock-Dämpfer. Auf Wunsch ist die Hornet auch mit ABS und HISS-Diebstahlsicherung zu haben. Voll ausgerüstet bringt sie so 205 Kg (198 ohne ABS) auf die Wage, ein ganz ordentliches Gewicht für ein Naked-Bike der Mittelklasse.

Das ganze Paket bekommt man für 7.690 Euro (+ 700 Euro fürs ABS). Laut Honda wird es sie in 4 Farben geben, Pearl Acid Yellow, Pearl Siena Red, Pearl Nightstar Black und Pearl Cool White.

Die Hornet ist agil wie nie. Ideal ausbalanciert verliert sie auch in scharfen Kurven nicht die Spur. Die Leistung kommt linear und der Schub ist für eine 600er wirklich gewaltig aber dennoch immer kontrollierbar.

Doch selbst das ist unbedeutend, denn sobald man das erste mal am Gasgriff dreht, kann man dem Hornet-Feeling nicht mehr entkommen.    [...mehr]


Autor: Valentino

Das neue Spitzenmodell im Hause Ducati bringt ganze 100 ccm mehr Hubraum mit, als das Vorgängermodell 1098. Mit annähernd einem Kilogramm Gewicht pro PS gehört die Maschine eigentlich auf die Rennstrecke.

Der Platz an der Spitze der Superbikes ist eng begrenzt. Aber diese feuerrote Maschine gehört eindeutig dazu. Schon ihr Design mit den schmalen Lampenschlitzen, den harten Linien der Verkleidung und der schnittigen Front lassen erahnen, wie viel Kraft in der neuen Ducati steckt.

Ducati 1098 © flickr / paulsavala

Sie bringt nicht nur mehr Hubraum mit, auch in Sachen Pferdestärken übertrifft sie ihr Vorgängermodell. 170 PS bei 9750 Umdrehungen die Minute, diese Werte verdankt die Ducati 1198 ihrem L-Twin mit dem klangvollen Namen “Testastretta Evoluzione”.

10 PS mehr als der Vorgänger, dies erforderte eine Vergrößerung der Drosselklappenkörper und eine Änderung des Bohrung-Hubraumverhältnisses mit nun 106 x 67,9 mm.

Beim Fahrwerk vertrauten die Italiener weiterhin auf die bewährte 43 mm-Showa-Gabel. Allerdings wird es auch eine modifizierte Variante der Ducati geben, die 1198 S. Die “S” kommt in den Genuss einer Öhlins-Gabel und ebenfalls eines Öhlins-Federbeines.

Zudem wird es bei der “S” eine Traktionskontrolle geben, die schon die 1098 R enorm aufgewertet hat. Die acht verschiedenen Traktionsmodi,  lassen sich über ein Kontrollsystem direkt “on board” steuern. Motorsportbegeisterte können sich die Traktionsdaten per USB-Stick auslesen lassen und am heimischen Computer bearbeiten.    [...mehr]