BMW K1300 S - Der Tiefflieger aus Bayern.
Sie ist schneller und stärker als alles, was BMW bis heute auf zwei Rädern über den Asphalt gejagt hat. Noch nie gab es soviel Kraft bei einem Bike des bayerischen Traditionunternehmens.
BMW nennt sie selbst den “Abfangjäger”, den “Athleten”. Aerodynamik und Avantgarde soll sie vereinen. Stark genug, um Superbikefahrer erblassen zu lassen und dennoch so alltagstauglich wie die guten alten Tourer der Bayern.
So selbstbewusst präsentiert BMW sein neuestes Pferdchen im Stall, einen Tourer mit Rennstreckenambitionen. Gemessen an den Werten dieser Maschine kommt das auch in etwa so hin. 175 PS sollen drücken wie 200… . 140 Nm bei 8.250 Umdrehungen die Minute, die Zylinder aufgebohrt bis 1.293 cm³, dies sind Werte, die sich nicht hinter denen der Ducati 1198 verstecken müssen.
Erst beim Gewicht macht sich dann doch die Herkunft der BMW bemerkbar. Im Vergleich beispielsweise zur Suzuki GSX-R 1000, bei der mit 172 Kg Trockengewicht und 185 PS weniger als ein Kilo auf eine Pferdestärke kommt, muss sich die BMW mit 228 kg herumschlagen.
Ob die K 1300 S also wirklich Superbikes in den Schatten stellen kann, ist fraglich. Aber das will der Sporttourer auch nicht wirklich. Aber dennoch, die BMW entwickelt ihre Leistung genau dort, wo man sie jenseits der Rennstrecke braucht. Der Reihenvierer drückt am stärksten im niedrigen Drehzahlbereich, in dem man sich ohnehin in mehr als 80 Prozent der Fahrt aufhält. Sie vereint Sportlichkeit mit der von BMW gewohnten Langstreckentauglichkeit und Zuverlässigkeit.
Ob nun mit dem serienmäßigem ABS, oder den optionalen ASC und ESA, der ausgefeilten Ergonomie und der entspannten Sitzposition, die neue K 1300 S ist ein Bike, auf der man es auch längere Strecken aushält, typisch BMW eben.
Typisch sind aber auch die Anforderungen, die diese Maschine an ihren Fahrer stellt. 15.750 Euro sollte man schon einplanen, dazu natürlich regelmäßige Benzinspritzen in Superplus bei einem Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern bei 120 Km/h. Dafür gibt es aber auch eine wartungsfreie Kardanwelle, schwimmend gelagerte 320 mm Bremsscheiben vorne und 265 mm hinten, Drei-Wege-Kat und Euro 3, eine Einarmschwinge fürs Hinterrad und ein zentrales Federbein fürs Vorderrad.
Laut BMW ist die K 1300 S in drei Farben zu haben: Lavaorange-metallic, Lightgrey- metallic und Granitgrau-metallic mit Lightgrey-metallic- und Magmarot-Applikationen.
Wer also den optimalen Kompromiss zwischen Sportlichkeit, Kompfort und Zuverlässigkeit sucht und über das nötige Kleingeld verfügt, ist, wie so oft bei BMM, mit der K 1300 S alles andere als schlecht beraten.

