Kardanantrieb: Vorteile und Nachteile

Autor: Valentino

Der Kardanantrieb ist eine Alternative zum Kettenantrieb und führt unter Motorradfans oftmals zu angeregten Diskussionen. Aber es gibt ohne Zweifel sowohl für die Kette als auch für den Kardan Argumente, die sich nicht von der Hand weisen lassen.

Honda Gold Wing - Motorrad mit Kardanantrieb ©Flickr/sadicarnot

Die Vorteile des Kardans sind nicht von der Hand zu weisen. Schmutz und Regen machen ihm so gut wie nichts aus und das regelmäßige Einfetten bleibt aus. Im Folgenden erfahren Sie, welche Vor- bzw. Nachteile ein Kardanantrieb mit sich bringt.

Kardanantrieb - Vor- und Nachteile

Ein Kardan hat den Vorteil, dass ihm Schmutz und Regenwasser in keiner Weise zu schaffen machen. Zudem bleibt den Fahrern das regelmäßige Einfetten erspart, wodurch wiederum Felgen, Speichen und Radnabe verschont bleiben.

Aber so schön die Vorteile auch klingen, bringt der alternative Antrieb auch Nachteile mit sich. Einer der gravierendsten Vorteile ist sein imposantes Gewicht. Das Hinterachsgetriebe einer BMW R 100 GS bringt allein knapp neun Kilogramm auf die Waage, wodurch sich die ungefederten Massen und die Ansprüche an die stoßdämpfenden Federelemente erhöhen.

Weiterhin bringt der Kardanantrieb einen höheren Aufwand mit sich, was wiederum mit relativ hohen Kosten verbunden ist. Darüber hinaus sind eventuelle Reparaturen (sehr selten) mit hohen Kosten verbunden. Allerdings dürfte sich dies gegenüber der Zahl der getauschten Kettensätze schnell relativieren.

Kardanantrieb - Nase vorn bei Tourenfahrern

Der Kardan genießt bei Touren- und auch bei Reisefahrern aufgrund seiner Charakteristik sehr große Beliebtheit. Der leichtere Kettenantrieb wird hingegen eher von Enduros und Supersportlern bevorzugt.

Die Kraftübertragung erfolgt bei einem Kardanantrieb mittels einer Welle zwischen Getriebe und Hinterrad. Die Welle ist aufgrund der Ausfederung des Hinterrads mit einem bzw. mit zwei Gelenken ausgestattet, die auch als Kreuz- oder Kardangelenke bezeichnet werden.

Wartungsarmer Antrieb

Der Kardanantrieb muss nicht gewartet, gereinigt oder ausgetauscht werden. Zudem besteht keine Verletzungsgefahr. Ein Nachteil des Antriebs ist der geringe Leistungsverlust, der durch die Kegelräder verursacht wird. Darüber sind das bereits erwähnte höhere Gewicht und die eventuellen Kosten bei einem Defekt zu berücksichtigen. Bei einigen älteren Modellen kann es zu einer stärkeren Lastwechselreaktion kommen.

Ein Kardanantrieb befindet sich unter anderem in den Modellen Honda CX 650, Kawasaki Z1100 ST, Yamaha XJ, Suzuki GS 650 und BMW der R- und K-Reihe.



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