Magdeburg – Wer auf einem schlechten Radweg stürzt, hat nicht unbedingt Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz von der Gemeinde. So ein Urteil des Landgerichts Magdeburg, auf das die
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist (Az.: 10 O 984/17).

In dem Fall ging es um einen Radler, der auf einem Fahrradweg stürzte. An der Unfallstelle war der Belag des Weges aufgewölbt, es zeigten sich Kuhlen und Risse – diese waren allerdings klar erkennbar.

Die Klage auf 3500 Euro Schmerzensgeld und 400 Euro Schadenersatz wies das Gericht ab. Denn Gemeinden seien nur verpflichtet, Gefahren zu beseitigen oder vor ihnen zu warnen, wenn sich diese nicht von selbst erkennen lassen. Hier hätte aber der schlechte Zustand schon aus großer Distanz erkannt werden können, was eine Zeugin und Fotos vom Unfallort bestätigten. Der Radler hätte sein Fahrweise darauf einstellen müssen.

Fotocredits: Britta Pedersen
(dpa/tmn)

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