Kosten für den Motorradführerschein sind von vielen Faktoren abhängig

Autor: Valentino

Die Kosten für den Motorradführerschein sehen in Deutschland an jeder Fahrschule und bei jedem Fahrschüler anders aus, weil sie von diversen Faktoren abhängen.

Beim Erwerb des Motorradführerscheins muss man zwischen verschiedenen Führerscheinklassen unterscheiden, nämlich A1, A beschränkt und A unbeschränkt, dazu kommt noch M, auch AM genannt. Jede dieser Klassen impliziert eine unterschiedliche Anzahl an Pflichtstunden, so dass auch unterschiedlich hohe Kosten für den Motorradführerschein entstehen.

Was bedeuten die verschiedenen Motorradführerscheinklassen?

Die Führerscheinklasse A unbeschränkt, die zum Führen aller Krafträder berechtigt, kann nur von Personen, die ihr 25. Lebensjahr beendet haben, direkt erworben werden, des weiteren wird aus der beschränkten Klasse A, die ab 18 Jahren erworben werden kann, nach 2 Jahren automatisch die unbeschränkte. Ab 16 Jahren kann die Klasse A1 erworben werden, die zum Führen von Motorrädern bis 11 kW Leistung bei einem Hubraum bis 125 cm³ berechtigt, wobei das Kraftrad bis zum 18. Lebensjahr auf 80 km/h gedrosselt werden muss.

Welche Kosten entstehen jeweils?

Je nachdem, welche Erfahrungen und wie viel Talent man jeweils mitbringt, um eine der  Führerscheinklassen zu erwerben, muss oder zumindest könnte man mit unterschiedlichen Kosten rechnen. Zwar sind in der Fahrschülerausbildungversordnung gewisse einzuhaltende Rahmenbedingungen vorgegeben, wie z.B. die Anzahl der Pflichtstunden (12, bzw. 6 bei Ausbau von A1 auf A), deren Preis meist um die 40 Euro liegt, andere Kostenfaktoren wie fakultative Übungsstunden, die Höhe der Kosten für Prüfungen, Anmeldungen oder Grundgebühren für die Fahrschule sind jedoch unterschiedlich hoch, sodass Gesamtkosten ab ca. 500 Euro entstehen.

Wonach richtet sich die Gesamtzahl der Fahrstunden?

Während Personen mit Roller- oder Mopederfahrung oder solche, die einen A1-Führerschein zum unbeschränkten A erweitern wollen, sicherlich weniger normale Fahrstunden (die weniger kosten als die Pflichtstunden) brauchen als blutige Anfänger, richtet sich die Anzahl der Gesamtstunden doch nach der Absprache mit dem Fahrlehrer, der dazu verpflichtet ist, die Sicherheit von Fahrschüler und anderen Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten. Auch die Art des Fahrschulmotorrades, ob Vespa, Harley oder BMW Tourer, macht einen Unterschied.

Was tun, um unnötige Kosten zu vermeiden?

In jedem Fall bietet es sich an, bei verschiedenen Fahrschulen Preise anzufragen oder sich einen voraussichtlichen Kostenvoranschlag machen zu lassen, der dem Durchschnitt der jeweiligen Fahrschule entspricht, wenn man nicht durch erhöhte Preise oder unnötige Fahrstunden zu viel ausgeben möchte. Sicherheitshalber sollte man auch fragen, welche Motorräder die Fahrschule benutzt, damit man als 45-Kilo-Frau es nicht plötzlich mit einer 150-Kilo-Maschine zu tun bekommt, wenn die erste Fahrstunde ansteht.



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