Motorradfahren mit oder ohne Sturmhaube?

Autor: Valentino

Im polizeilichen Einsatz zum Identitätsschutz dienen die Sturmhauben beim Motorradfahren ganz den physischen Bedürfnissen. Sie nehmen Schweiß auf und schützen im Nacken- und Halsbereich vor Zugluft und  Insekten.

Die einen bevorzugen nur im tiefsten Winter eine Sturmhaube, die anderen setzen ganzjährig auf die Schlupfmütze.

motorrad-im-wein ©flickr. / h3ndrik

Sturmhauben sind neben dem Kälteschutz, vor allem dazu da die Innenausstattung des Helms nicht zu verunreinigen und bei längeren Motorradtouren im Sommer einem unangenehmen Badespaß beim Wiederaufsetzen des schweißnassen Helm zu entgehen.

Sturmhauben aus 3 verschiedenen Materialien

Die Rennunterwäsche für den Kopf gibt es in 3 möglichen Materialien - Baumwolle, Neopren und Seide. Die Neoprenhauben sind vom Tragekomfort am schlechtesten. Sie sind dick, sodass der Helm schwer aufzusetzen geht. Auch das Luft holen ist durch das dicke Material erschwert. Es isoliert zwar gut, atmet aber nicht und wirkt daher schnell wie eine Plastiktüte.

Die Baumwollhaube nimmt Schweiß gut auf und ist für kurze Strecken vollkommen ausreichend. Allerdings speichert sie auch den Schweiß, sodass sie oftmals klamm und feucht ist und so zur Auskühlung führen kann. Auch leiern sie nach mehrmaligen Waschen schnell aus.

Der Favorit – die Sturmhaube aus Seide

Sturmhauben aus reiner Seide sind die teuersten und bieten den höchsten Tragekomfort. Sie bleiben im Sommer kühl, halten im Winter warm und sind angenehm zu tragen. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr dünn und leicht sind. Sie kosten dementsprechend mehr als die Hauben aus billigerer Baumwolle.

Bei einer Pause können die Hauben bequem über den Spiegel gehangen werden und in ein paar Minuten ist sie wieder trocken. Nach einer langen Reise mit dem Motorrad kann man sie in der Waschmaschine bequem reinigen.

Sturmhauben mit Windstopp-Membranen

Das neuste auf dem Markt sind die sogenannten Windstopp-Membranen. Diese Membranen werden in den Stoff eingearbeitet und sind atmungsaktiv und absolut winddicht. Sie erhalten das Mikroklima zwischen Haut und Kleidung aufrecht und bestehen meist aus Polyester. Sie werden auch für Nierengurte, Handschuhe oder Biker-Socken verwendet. Tests von Suzuki-Welt haben gezeigt, dass die Sturmhaube im Atembereich bei einer Außentemperatur von 2°C bis zu 11 Stunden trocken bleibt.



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