Simson S51 – Nachfolger des Mokicks S50

Autor: Valentino

Die Simson S51 war das Vorzeigekraftrad der ehemaligen DDR. Das kleine Moped wurde zwischen 1980 und 1989 im VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk in Thüringen gebaut und ist das Nachfolgemodell des Mokicks S50.

Simson S51 - Das kultige Gefährt aus der DDR ©Flickr/michfiel

Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger war die S51 mit einem neu entwickelten Zweitaktmotor ausgestattet, der durch ein verändertes Kolben-Hub-Verhältnis und neuen Kurbelwellendichtringen etwas mehr Leistung brachte und zudem einer unkomplizierten Wartung zu unterziehen war.

Simson S51 - Kultiges Kleinkraftrad aus der DDR

Zudem besaß die Simson S51 im Vergleich zu ihrem Vorgänger einen Viergangmotor, der mit einer Zielkeilschaltung ausgestattet war, die einfach und kostengünstig zu produzieren war und mit der die Gänge variiert werden konnten.

Die Technik des Mokicks war simpel und ohne viel Schnickschnack versehen und wurde in sämtlichen Nachfolgemodellen bis zum Jahr 2002 verarbeitet und weiterproduziert. Die Modelle konnten mit Extras wie einer Knieschutzdecke oder einem Kofferträger aufgerüstet werden, wodurch der Wert des Fahrzeugs gesteigert werden konnte. Dabei waren sämtliche Anbauteile mit den nachfolgenden Modellen kompatibel.

Simson S51 - Neues kompaktes Triebwerk

Das seit 1980 gebaute Modell S51 erhielt ein komplett neues und kompaktes Triebwerk. Dank des 3,7 PS-Motor benötigte die Simson S51 bis zu 10 Prozent weniger Sprit. Zudem unterbot sie deutlich die Abgas- und Geräuschgrenzwerte. Die Simson S51 verfügte zudem über eine neuartige Klickstartereinrichtung und über eine Tellerfederkupplung.

Modelle der S51

Die zugrunde liegende Baukastenkonstruktion verhinderte, dass sich die Modelle stark voneinander unterschieden. Meistens unterschieden sich die Modelle nur durch unterschiedliche Anbauteile, Zubehör und optische Aspekte, wodurch eine große Vereinheitlichung bezüglich der Reparatur gewährleistet werden konnte.

Die S51 wurde in vier Ausführungen gebaut: S51 N, S51 B, S51 E und S51 C. Ab 1989 wurden die Modelle mit einer 12 Volt-Bordspannung sowie der elektrischen Lade- und Blinkanlage ELBA ausgestattet. Einige der Modelle bekamen sogar Halogenscheinwerfer. Weiterhin kam die neuartige K36-Bereifung zum Einsatz.

Das sich die Simson großer Beliebtheit erfreute und mehr als eine Million Fahrzeuge gebaut worden sind, trug dazu bei, dass auch heute noch ein großer Markt existiert. Auch die Zahl der Liebhaber ist sehr groß und der Handel mit Ersatz- und Tuningteilen boomt. Zu DDR-Zeiten waren die kleinen Flitzer trotz eines Preises von 1.200 Ostmark oft ausverkauft.



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Marko113 schreibt
am 8. August 2011 um 11:52 Uhr

Oh, der Simson ist in Ungarn (ich lebe teilweise da) bis noch heute sehr beliebt. Ich habe auch einen, mit grauer Lackierung, tja ein bisschen aber in einem schlechteren Zustand ;)

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