Suzuki GSX-R1000 - Purer Genuss oder nackte Gewalt?
…oder vielleicht beides? Die GSX-R1000 gehört zu den am häufigsten zu sichtenden Supersoprtlern. Das liegt zum einen an ihrem vergleichsweise ein wenig niedrigeren Preis, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass dieses Bike eine rundum solide Rennmaschine darstellt, die einen in keiner Situation im Stich lässt - weder auf der Rennstrecke, noch im Stadtverkehr auf dem Weg zur Arbeit.
Die Aktuelle 1000er Gixxer ähnelt vom Chassis ihren kleinen Schwestern, der 600er und der 750er, auch wenn einem beim aufsitzen nicht entgehen wird, dass sie deutlich bulliger dasteht. Und genau wie ihre kleinen Schwestern fragt man sich auch bei der 1000er unwillkürlich was sich die Designer bei dem Auspuff wohl gedacht haben könnten. Die GSX-R1000 holt 178PS aus rund 1000ccm und weiß diese zu nutzen. In Fachkreisen gilt die Kilo-Gixxer oft nach wie vor als erste Wahl, wenn es um Rundenzeiten geht. Ein geradezu spielerisches Handling und ein Motor, der stets bereit ist auf Wunsch ein Inferno zu entfachen, bestätigen den Eindruck. Die in der K8 erstmals serienmäßige Antihopping-Kupplung arbeitet unauffällig aber extrem zuverlässig. Selbst bei brutalem Herunterschalten blockiert das Hinterrad nicht, ist der Kraft des Motors jedoch stark genug ausgenesetzt um die Motorbremsung effektiv nutzen zu können. Der Lenkungsdämpfer, der in der Kilo-Klasse mittlerweile schon fast zum festen Bestandteil geworden ist, verhindert das Aufschaukeln des Vorderrades. Einzig die Bremsen wirken gegenüber der Konkurrenz vor allem bei leichter Betätigung
etwas zahnlos, die Bremsleistung bei kräftigerem Zupacken ist jedoch ebenfalls sehr gut.
Die Suzuki GSX-R1000 hat mit dem früheren Suzuki-Image der dürftigen Qualität nichts mehr gemeinsam. Sie ist ein Supersportler erster Güte und räumt daher zurecht zahllose Auszeichnungen in Vergleichstest namhafter Zeitschriften ab. Ein solider Gesamteindruck, das kompromisslose Design und ein Volllast-Sound, der einem einen Schauer über den Rücken jagt, rechtfertigen die große Verbreitung der Gixxer.


