Eric Buells neuester Streich: Ein Café-Racer mit Sportbike-Technik aber dennoch in bester “Ace-Café”-Tradition: Keine überflüssige Verkleidung, kein Sozius und erst recht kein Understatement. Wer sich mit dem Streetfighter auf die Straße traut, kann sich uneingeschränkter Aufmerksamkeit sicher sein.
Den ersten Eindruck dominieren ganz klar die beiden riesigen Lufteinlässe zu Seiten des “Tanks”. Wie gewaltige Nüstern saugen sie gierig Luft an. Wer so viel Lungenvolumen braucht, muss über unbändige Kraft verfügen.

Die Airboxen versorgen den flüssigkeitsgekühlten Buell Helicom V-Motor mit 1125 cm³ und 148 PS und lassen keinen Raum für einen Tank. Der Sprit wird im Rahmen gelagert, normal ist anders.
Die CR erweitert damit die aktuelle Buell-Familie auf nun insgesamt sieben Modelle. Buell ist eine der wenigen Marken, die noch ein persönliches Gesicht haben, hier geht nichts ohne den Segen des Firmengründer Eric Buell.
“Die 1125CR versinnbildlicht meine Vision eines modernen Café Racers”, schwärmt der Firmengründer von seinem neuen Supersportler.
Technisch hat das zweite Bike der 1125er-Reihe einen guten Stand, für amerikanische Verhältnisse versteht sich. Der V-Twin entwickelt eine ordentliche Leistung und das maximale Drehmoment von 111 Nm bei 8.000 Umdrehungen die Minute kann sich sehen lassen. Die 148 PS beschleunigen die 214 kg schwere Maschine auf maximal 255 km/h.
Ab 2.500 Umdrehungen läuft der Zweizylinder ohne Geruckel und auch zwischen 3.000 und 4.000 Umdrehungen ist es kaum zu spüren. Bei der “normalen” Buell 1125 R hatte das Magerrucken noch zu einiger Kritik geführt, dies konnten die Ingenieure von Buell dank Motor-Mapping nun fast vollständig wegprogrammieren. Eine Verbrauchsminderung von annähernd 20 Prozent ist hier mehr als nur ein netter Nebeneffekt.
Die massive Achtkolben-Vorderradbremse überzeugt und macht auch das etwas hölzerne Feeling der Bremse Achtern beinahe wett. Trotz aller Verbesserung bleibt eine Buell nichts für Anfänger. Kapriziös verhält sie sich noch immer, Tradition verpflichtet.
Ab 5.000 Touren setzt bei dem Streetfighter ein merkliches Vibrieren ein und ab 7.000 gleicht die Buell 1125 CR einem nervösem Schwarm Hornissen. Dafür ist sie aber auch dermaßen giftig, wie kaum ein anderes Naked Bike.
Ein Spassbringer ist sie in jedem Fall, wenn auch mit 11.599 Euro nicht unbedingt ein günstiger. [...mehr]
23. Februar 2009

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