Triumph SpeedTriple - Der Name ist Programm

Wie bereits im Artikel zur Ducati Monster S4 beschrieben, erfreuen sich die Nakebikes nach wie vor großer Beliebtheit. Ob als Tourer, Sportgerät oder als allseits bestaunter Cafe Racer - diese Maschinen geben stets eine gute Figur ab. Die SpeedTriple ist hierfür ein Paradebeispiel und wer sie sogar einmal als Stuntwerkzeug auf der ein oder anderen Motorradmesse bestaunen durfte, der wird ihre Vielseitigkeit kaum in Frage stellen.
Die Speedtriple strotzt nur so vor Kraft. Der Dreizylinder besitzt in der aktuellen Version satte 105 Nm bei unglaublichen 5.000 Touren. Wer die 130 Pferdchen also rennen lässt, der könnte von dem frühen Ansturm ebenso geschockt wie euphorisiert sein. Der Kurzhub-Gasgriff und die Tatsache, dass die Triple ab 3.000 Touren bereits losrennt wie ein wilder Stier, schmälern dieses Erlebnis nicht gerade. Trotz der enormen Kraftentfaltung der SpeedTriple bleibt die Drehmomentkurve erfreulich linear - anders wäre der brachiale Motor aber auch nicht zu kontrollieren. Etwas Feingefühl in der rechten Hand bleibt aber unerlässlich um das Potential von diesem Geschoss sicher genießen zu können. Schon hier ist als Fazit zu ziehen: Die Triumph-Fraktion hätte für dieses Gerät keinen passenderen Namen als “Speed Triple” finden können. Es sei jedoch betont, dass die schiere Kraft, die hier frei wird, erstaunlich weich umzusetzen ist. Was die lineare Drehmoment-Kurve bereits vermuten lässt, bestätig die Praxis: Der kaum zu kontrollierende Punch, den so manch ein Supersportler aus früherer Generation zeigt und der schon viele der Fahrer überraschte entfällt hier. Trotz der Power bleibt die Kraftentfaltung vorhersehbar ohne dabei weichgespült zu wirken.
Auch der Griff zum Bremshebel bestätigt den soliden Eindruck der SpeedTriple. Sie beißt nicht zu wie Rennmotorrad sondern verlangt bewusst einen etwas längeren Hebelweg, welcher der Dosierbarkeit zugute kommen soll. Wer jedoch kräftig hinlangt wird von der angemessenen Bremskraft keineswegs enttäuscht.

